Stellungnahme der SPD Fraktion Heimsheim zu den Windvorranggebieten

Veröffentlicht am 20.04.2018 in Kommunalpolitik

Ortstermin mit Thomas Knapp am 20.04.2018


Die Einwendungen, die wir im folgenden Text bzgl. Windkraft in Heimsheim aufführen, meldeten wir ebenfalls innerhalb des Beteiligungsverfahrens für PF-14 an den Regionalverband. Darüber hinaus kontaktierten wir unsere SPD-Vertreter in den Regionalverbänden direkt. Matthias Hahn (Regionalrat Stuttgart, BB-02) versicherte uns, dass sobald das Verfahren konkreter wird er zu einem Ortstermin kommen wird, um sich unsere Bedenken anzuhören. Thomas Knapp (Regionalrat im Planungsausschuss Nordschwarzwald) war am 19.04.2018 bereits vor Ort um die rechtlichen Hintergründe sowie den aktuellen Stand zu erläutern.

 

Der Bürgerinitiative pro Heimsheim e.V. möchten wir unseren Dank für ihr tatkräftiges Engagement aussprechen. Wir unterstützen diese Initiative und freuen uns, dass sich Bürger finden die sich aktiv einbringen.

 

Argumente gegen Windkraft im Heimsheimer/ Merklinger Wald

 

Das betroffene Waldgebiet ist das einzige, zusammenhängende Waldgebiet, das von Heimsheim aus zu Fuß erreichbar ist (10 – 15 Minuten vom Gasthaus „Waldhorn“). Unsere Walkingstrecken sind im Wald ausgeschildert, es ist ein beliebtes Naherholungsgebiet für die Heimsheimer Bevölkerung. Auch die Einwohner von Hausen, Merklingen, Malmsheim und Perouse sehen den Wald als Naherholungsgebiet an.

 

Wissenschaftler aus aller Welt weisen in immer mehr Studien auf die große Bedeutung hin, die ein Wald für das menschliche Immunsystem hat. Nahezu jeder Erkrankung können immunologische Einflussfaktoren zugeschrieben werden.

Auf einem Waldspaziergang atmen wir einen Cocktail aus bioaktiven Substanzen ein, die von Pflanzen an die Waldluft abgegeben werden. Darunter befinden sich auch einige Terpene, die mit unserem Immunsystem interagieren. Die bedeutendsten Veränderungen, die diese Anti-Krebs-Terpene in unserem Immunsystem verursachen, betreffen die natürlichen Killerzellen (spezielle Form der weißen Blutkörperchen) und die Senkung von Stresshormonen.

Nach einem Waldspaziergang ist die Anzahl der natürlichen Killerzellen deutlich angestiegen und sie sind wesentlich aktiver – noch Tage danach. Das Niveau der Anti-Krebs-Proteine im Körper ist ebenfalls deutlich gestiegen.

 

Dies haben vor allem japanische Wissenschaftler untersucht und 1982 schlug die staatliche Waldbehörde Japans vor „Waldbaden“ („Shinrin-yoku“) öffentlich zu fördern. Shinrin-yoku wird seither gefördert und seit 2012 wird an japanischen Universitäten „Forest Medicine“ gelehrt und darüber geforscht.

Detaillierte, wissenschaftliche Ausführungen zu diesem Thema finden Sie unter:

 

Qing Li u.a. Effect of phytoncides from forest environments on immune functions, in Qing Li (Hrsg.), Forest Medicine, S. 159 – 169, Nova Biomedical Verlag, New York, 2013

 

Seit einiger Zeit entstehen auch in der Schweiz (z.B. Aletschregion) sogenannte „Waldbadezentren“. Die AOK empfiehlt „Waldbaden“ ebenfalls als immunstärkende, präventive Maßnahme. ("aok-bw.de/wald")

 

Durch die Ausweisung eines Windvorranggebietes „Reisach PF-14“ in diesem für Heimsheim und Umgebung so wichtigen Waldgebiet wird der lokale Erholungsfaktor und Gesundheitsfaktor deutlich vermindert zum Schaden der Bevölkerung.

Heimsheim ist durch den Verkehr auf der A8 bereits belastet, zusätzlich führen 2 stark frequentierte Landesstraßen aus dem Bereich Nordschwarzwald und Weil der Stadt kommend direkt durch Heimsheim zur Autobahnauffahrt Heimsheim bzw. Rutesheim.

Heimsheim hat außerdem durch einen Steinbruch - für einen Ort seiner Größe - schlechte Feinstaubwerte und zusätzliche Lärmbelastung.

Jetzt sollen auch noch in weiten Teilen von Heimsheim - durch die geringe Entfernung zu den geplanten Windkraftanlagen - Schattenwurf und Lärmbelästigung auf die Einwohner zukommen.

 

Wir denken das höchste Schutzgut „Mensch“ ist beim Planentwurf zu wenig berücksichtigt worden.

 

Die SPD-Fraktion Heimsheim

 

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