Bericht zur Heimsheimer Gemeinderatsitzung am 22.06.2026

Veröffentlicht am 05.07.2026 in Gemeinderatsfraktion

Bericht Gemeinderatsitzung 22. Juni 2026

Alle Unterlagen öffentlicher Sitzungen unter https://heimsheim.ratsinfomanagement.net/vorlagen

Gemeinderatsitzungen im 2-Wochen-Takt: 
Ein Hinweis darauf, dass Entscheidungen vorangetrieben werden.

Antworten auf Fragen

Wie üblich beantwortete BM Troll zu Beginn der Sitzung Fragen, die am Ende der letzten Sitzung gestellt wurden:

  • Für den Radweg nach Perouse sind immer noch nicht alle Grundstücke erworben. Das soll aber in den nächsten Wochen erfolgen.
  • Der Gemeinderat werde in der nächsten Sitzung über das Ergebnis der Schadstoffuntersuchungen im Bloßenberg-Kindergarten informiert, das den Eltern als allgemeine Information bereits vorliegt. Er könne Entwarnung geben.
  • Für den holprigen ausgewaschenen Weg zur Himmelsliege „Auf der Wanne“ sieht die Verwaltung keinen Handlungsbedarf.
  • Die Beschattung der Unterrichtsräume in den Containern soll u.a. durch Dachvorbauten erfolgen.

Wahl des 1. Stellv. Bürgermeisters/der 1. Stellv. Bürgermeisterin

BM Troll schlug mit seiner Vorlage die Stadträtin Gaby Wulff (BfH) vor und argumentierte umfänglich für sie. Noch ausführlicher plädierte Wulffs Fraktionskollege Jürgen Gerhold für sie und unterstellte allen, die den Vorschlag nicht unterstützen, eine „politische Abwehrreaktion“. Doro Moritz (SPD) schlug in ihrer unaufgeregten Art Walter Müller (FWV) als 1. Stellvertretenden Bürgermeister vor. Er verfügt über große Erfahrung und ist der natürliche Nachfolger von Ralf Rüth. Dass er seit 22 Jahren stellvertretender Bürgermeister ist, wurde von den Fürsprechern Wulffs nicht erwähnt.

Walter Müller wurde in geheimer Wahl mit acht Stimmen gewählt, Wulff erhielt fünf Stimmen, ein Mitglied enthielt sich.

Da Walter Müller durch die Wahl die Funktion des 2. Stellv. Bürgermeisters frei machte, wird in der Sitzung am 6. Juli diese Funktion durch Wahl besetzt.

Erschließung Graf-Eberhard-Straße

Das Gebiet nördlich vom Schlosshof soll überplant werden. Dieser Teil der Straße wurde noch nie erschlossen. Für das Gebiet zwischen der Graf-Eberhard-Straße und der Schulstraße sollen zwei eigenständige Bebauungspläne aufgestellt werden. Damit soll ein Rahmen für zukünftige, bedarfsgerechte Schritte geschaffen werden.

Das fand die Zustimmung des Gemeinderats.

Stadtkernentwicklung

Ein weiterer erfreulicher Tagesordnungspunkt, dem der Gemeinderat zustimmte: Für den „Luna-Park“ hat sich ein Investor gefunden, der die Bebauung mit zwei Gebäuden vorsieht, die u.a. 24 Wohnungen beinhalten. Er sieht nach dem Erwerb eine zeitnahe Bebauung vor. Wenn mit der Stadt Einigkeit über das Konzept hergestellt ist, könnte der Verkauf erfolgen.

Stromkonzession

Unstrittig war der Beschluss des Auftrags an BM Troll, den auslaufenden Stromkonzessionsvertrag nach erfolgter Ausschreibung bzw. Interessenbekundung mit der Netze BW GmbH erneut abzuschließen. Netze BW war einziger Bewerber und hat bereits in den letzten Jahren das Stromnetz der Stadt Heimsheim betrieben.

Fremdwasserbeseitigungskonzept

Im Heimsheimer Abwassernetz ist zu viel Fremdwasser. Das ist Wasser, das nicht im eigentlichen Sinn „Abwasser“ ist, z.B. Regenwasser und Wasser aus privaten Hausdrainagen. Die akuten Schadstellen in der Kanalisation sollen in diesem Jahr behoben werden. Entsprechende Mittel stehen im Haushalt bereit. Auch dieses Vorhaben wird vom Gemeinderat unterstützt.

Installation intelligenter Heizungskörperthermostate

Allein der Einbau dieser Thermostate in den städtischen Gebäuden (vorgesehen in den Sommerferien) erbringt eine jährliche Einsparung von mehr als 25.000 € – auch ein klarer Fall für Zustimmung.

Planung einer alternativen Heizungsanlage für die Ludwig-Uhland-Schule

Jährliche Reparaturkosten von 20.000 – 70.000 € legen Überlegungen zum Ersatz dieser Heizung nahe. Die Verwaltung stellte ein attraktives Angebot für eine Hackschnitzelanlage vor, die mit dem Baumschnitt und mit Biomasse aus Pflegearbeiten des Bauhofs „gefüttert“ wird. Das Lehrschwimmbecken könnte als Heiz- und Lagerraum genutzt werden. Die Wärmeversorgung der Schule kann so langfristig, wirtschaftlich und zukunftssicher aufgestellt werden.

Der Gemeinderat hat der weiteren Planung zugestimmt.

Auftragsvergabe zur Verfahrensbegleitung der Baumaßnahmen Ludwig-Uhland-Schule

Es ist das wohl größte Sanierungs- und Bauvorhaben, das Heimsheim jemals stemmen musste. Dafür braucht es externe Professionalität zur Begleitung des Verfahrens. Dem entsprechenden Antrag hat der Gemeinderat zugestimmt.

Fragen?

Fragen der Gemeinderatsmitglieder schließen die Sitzung ab:

  • Nutzung des Lerchenrain-Kindergartens für Schule?
  • Sachstand Brandschutz Rathaus?
  • Präzisierung der Frage aus der letzten Sitzung, ob es Beschäftigten der Stadt untersagt ist, mit Mitgliedern des Gemeinderats über Gemeinderatsangelegenheiten zu reden.

Hannah Hensler & Doro Moritz

 

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